Wenn das Schicksal gnadenlos zuschlägt . . .
. . . grauenhaft, wenn gewissenslose Menschen Führer eines PKW's sind und durch Unachtsamkeit oder aus Zeitdruck um ein Haar das Leben einer ganzen Familie auslöschen . . .
Wie kann dieser Mensch noch ruhig schlafen und sich selbst im Spiegel betrachten ???
Unser Jacky wurde im Zusammenhang mit unserem Verkehrsunfall in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2010 Opfer eines solchen Autofahrers.
Wir kennen Jacky als starken, dominanten Rüden mit Freude und Power. Dieser characterlose Autofahrer macht durch sein unkontrolliertes Fahren aus unserem Jacky einen hilflosen, schwerstverletzten Hund der tagelang um sein Leben bangen muss. Erst nach drei Tagen in der Tierklinik "Hach" in Frankfurt am Main war Jacky so stabil, dass man in in Narkose legen konnte um die offenen Wunden zu versorgen.
Die zwölf Zentimeter langen Risswunden an Jacky's Hinterläufen sind vernäht und mit Drainagen versorgt. Seine Pfötchen übersäht mit Brand- und Schürfwunden vom Mitschleifen auf dem Asphalt, die Krallen sind zum Teil komplett abgeschliffen. Sein Schnäutzchen total abgeschürft und es schmerzt beim Fressen und Trinken. Seine Hoden gequetscht, mit Hämatomen übersäht, aufgeschürft und zum Teil mit eitrig, entzündeten Stellen. Sein Bauchraum ist stark geprellt, der Milzriss mittlerweile wieder verschlossen. Aber er hat starke Schmerzen und es geht im nicht gut.
Jacky nach dem Rücktransport aus der Frankfurter Tierklinik nach Hause
Heute, am 21.06.2010 sind es sechs Tage nach dem schrecklichen Unfall geht es ihm ein wenig besser. Seine Wunden beginnen zu heilen. Die Verbände an den Pfötchen sind zum Teil schon entfernt worden.
Mit viel Glück kann heute die letzte Drainage gezogen werden. Das Laufen bereitet Jacky aber noch immer sehr viel Schmerzen und er setzt den rechten Hinterlauf noch immer nicht auf.
Über die "seelischen" Wunden durch das Erlebnis auf der Autobahn angefahren zu werden kann man derzeit noch keine Aussage machen, weil Jacky im Moment noch nicht spazieren gehen darf und wir deshalb noch nicht feststellen konnten, wie er auf vorbeifahrende Autos reagiert.
Ob er aufgrund der schweren Verletzungen und Quetschungen im Bereich der Hoden jemals wieder als Zuchtrüde eingesetzt werden kann ist derzeit noch nicht abzusehen.
Wir bitten daher die bereits wartenden Züchter um eine andere Deckrüdenauswahl und um Verständnis.

Jacky heute am 21.06.2010, isoliert von den anderen damit keiner an den Wunden leckt . . .

der rechte Hinterlauf . . ............................................. . . . und der linke Hinterlauf
Heute, am 28.06.2010 sind es genau zwei Wochen nach dem Unfall.
Jacky macht weiterhin Fortschritte - zwar nur klitzekleine, aber es geht voran... Er hat leider noch immer ganz arg mit seinen Hinterläufen zu kämpfen. Die Risswunden an beiden Hinterläufen mussten wieder aufgeschnitten werden, da die Nähte und Klammern immer wieder ausgerissen sind und die Wunden sich trotz sorgfältiger, antibiotischer Abdeckung entzündeten und zum Teil sogar eiterten. Jacky kann auch weiterhin den rechten Hinterlauf nicht aufsetzen und belasten. Wir hoffen nun, dass die Muskeln und Sehnen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Die Schürfwunden an Jacky's Hoden sind schon ein klein wenig abgeheilt. Doch noch immer ist der Hoden vergrößert und entzündet.

So sieht Jacky's rechter Hinterlauf nun aus :-( ......Jacky ist noch immer sehr schlapp
03.07.2010
Heute sind es knapp drei Wochen nach dem Unfall und Jacky's Wunden verheilen eigentlich sehr gut.
Der Wundfläche wird im ganzen kleiner und ist auch nicht mehr so dolle entzündet. Einzig der Hoden ist noch etwas eitrig. Jacky bekommt nach wie vor 2mal täglich Antibiotikum und hoch dosiertes Schmerzmittel. Noch immer setzt er den rechten Hinterlauf nicht auf.
Wir hoffen nun, dass es einfach "nur" daran liegt, dass ihm die Wunde am rechten Hinterlauf aufgrund der enormen Tiefe (anfangs ca. 7cm) noch sehr schmerzt.
Sobald die Wunden "trocken" sind werden aber Untersuchungen der Sehnen und Bänder gemacht, um einen evtl. Kreuzbandriss oder Ähnliches zu entdecken.
Jacky ist seit einigen Tagen auch wieder mit dem restlichen Rudel zusammen und fühlt sich sichtlich wohler . . .
11.07.2010
Nun sind es schon knapp vier Wochen nach dem Unfall und Jacky hat noch immer arge Schwierigkeiten mit dem rechten Hinterlauf. Es hat sich ein etwa daumendicker und auch -langer Trichter im Inneren der Wunde gebildet, sodass die Wunde noch einmal ausgeschabt werden musste. Es wurde wieder genäht in der Hoffnung, dass die Heilung diesmal besser verläuft. Nun hat der Arme wieder einen Verband - und das bei den tropischen Temperaturen.
Die anderen Wunden heilen soweit gut ab, auch die Schwellung an den Hoden geht nun langsam wieder zurück und es nässt nur noch wenig.
27.07.2010
Es geht langsam aufwärts :-) Jacky's Wunden sind fast verheilt und er braucht seit einigen Tagen keinen Halstrichter mehr zu tragen. Noch ein paar Tage und wir können die MRT bzw. Ultraschalluntersuchung des Kniegelenks machen lassen. Damit wir endlich Klarheit haben, welche Verletzungen er an den Bändern bzw. Sehnen hat, da er den rechten Hinterlauf noch immer nicht aufsetzt und belastet.


04.08.2010
Nun war es soweit und Jacky konnte am Kniegelenk untersucht werden. Gerne hätte wir uns und vor allem Jacky diese Prozedur erspart, aber es musste leider sein.
In der Tierklinik Duisburg Asterlagen wurde er unter Narkose gründlich durchgeröngt und es wurde leider die Diagnose gestellt, dass Jacky infolge des Aufpralls einen Abriss der Kniescheibensehne (Patellasehne) erlitten hat. Durch den Abriss hat sich die Kniescheibe des rechten Hinterlaufs nach oben verschoben.
Die Operation war recht schwierig und eine maximale Wiederherstellung wird wohl ausgeschlossen sein, da die Verletzung schon relativ alt war. Es mussten ja erst die Risswunden verheilen, bevor man am Knie anfangen konnte...
Nun ja, Jacky hat nun einen Gips-Streck-Verband den er jetzt vier bis sechs Wochen tragen muss. Danach kann es los gehen mit Physiotherapie und therapeutischen Schwimmen, damit das Gelenk wieder beweglich wird. Im Moment muss Jacky sehr viel ruhen und muss lernen mit dem Gipsbeim umzugehen.
Hier noch die Röntgenaufnahmen der Tierklinik. Man sieht im roten Kreis die abgerissene, hochgelagerte Kniescheibe.


15.08.2010
So, die erste Hürde ist geschafft, die Fäden er OP-Wunde wurden gezogen. Seit dem Unfall ist dies Jacky's erste Wunde, die ohne weitere Komplikationen abheilt und wir freuen uns riesig über den Satz des Tierarztes: "Das sieht sehr gut aus..."
Das ist Jackys Bein kurz nach dem Fäden ziehen. Die Narbe ist etwa 12cm lang und verheilt sehr gut. Er muss aber weiterhin einen Streckverband und den doofen Trichter tragen. Jacky geht es damit einigermaßen gut. Nun hoffen wir, dass die Heilung auch im Inneren des Beins so gut voranschreitet und wir in etwa vier Wochen mit der Krankengymnastik beginnen können.....
07.09.2010
Jacky geht es wieder besser. Er hat den Streckverband nun endlich ab und kann auch auf den doofen Halstrichter verzichten. Leider hat sich seine Lahmheit durch die Operation an der Kniescheibe nicht verbessert und er humpelt nach wie vor stark.
Aber unser größtes Ziel der Schmerzfreiheit ist gegeben. Jacky bekommt seit gut 5 Wochen nun keine Schmerzmedikamente mehr und kommt super zurecht. Er ist ruhiger geworden und hat gelernt seine Grenzen zu erkennen.
Doch aufgrund der Unfallverletzungen wird er definitiv als Zuchtrüde nicht mehr einzusetzen sein.
Hauptsache ist aber, dass er seinen Lebensabend schmerzfrei mit uns verbringen kann und darüber freuen wir uns sehr....

16.12.2010
Gut 3 Monate sind nun seit dem letzten Eintrag vergangen. Nun ja, Jacky geht es mittlerweile wieder sehr gut. Das Humpeln hat sich allerdings leider nicht verbessert. Er hat nach wie vor starke Lahmheitanzeichen und eine relativ stark ausgeprägte Fehlhaltung am rechten Hinterlauf. Wir hoffen, dass es ihm im Alter keine Schwierigkeiten bereiten wird. Hier zwei aktuelle Fotos auf denen auch das stark nach vorn gelagerte und nach aussen gedrehte Hinterbein zu sehen ist.

